Kantenschutzprofile
Als Ergänzung zu den eigentlichen Profilen, welche poesia herstellt, bietet das Unternehmen auch Kantenschutzprofile an. Sie vereinfachen die Verkleidung von Kanten, ersparen Vor- und Nacharbeiten und „entschärfen“ bzw. verkleiden Blechkanten.
Die Kantenschutzprofile sind in den verschiedensten Farben lieferbar. Dadurch bieten sie nebst dem Schutz auch zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten. Sie können auf den Raum abgestimmt oder als pointierter Kontrast eingesetzt werden.
Die Kantenschutzprofile werden in den unterschiedlichsten Branchen verwendet: Bau, Telematik, Gesundheitswesen, Fahrzeugbau, Elektroinstallationen, Gastronomie und Hotellerie usw.
Nebst den Standardausführungen sind die Kantenschutzprofile auf Anfrage auch in anderen Farben und Qualitäten erhältlich. So zum Beispiel mit lebensmittelechten, schwer entflammbaren oder selbstverlöschenden Eigenschaften.
Die Kantenschutzprofile werden aus Weich-PVC, Silikon, TPE (thermoplastische Elastomere), NBR (Nitrile-Butadiene-Rubber) oder EPDM (Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk) hergestellt. Der Mantel besteht in der Regel aus Weich-PVC ca. 75° Shore A und die Haltelippen aus ca. 57° Shore A.
Die Kantenschutzprofile sind in den verschiedensten Standardlängen lieferbar. Auf Wunsch werden sie von poesia auch in den vom Kunden gewünschten individuellen Längen oder in konfektionierten Rahmen geliefert, sofern die gewünschte Länge die Rollenlänge nicht überschreitet. Die Träger sind mit einem eingebetteten Stahlklemmband oder Drahtkörper ausgestattet. Dies bewirkt einen festen Sitz auf Blechkanten, auch wenn Radien oder Krümmungen vorhanden sind. Kantenschutzprofile werden von Hand oder mit einem Gummi- bzw. Kunststoffhammer angebracht. Die Verwendung von Klebstoffen oder besonderen Befestigungen ist nicht erforderlich.
 
Stahl- oder Drahtklemmband?
Durch den Einsatz von Stahl- bzw. Drahtklemmbändern können Kantenschutzprofile auch ohne Klebeverbindung gut haften. Stahlbänder zeigen grundsätzlich eine höhere Klemmwirkung als Drahtbänder. Allerdings können bei „ungebrochenen“ Profilen die eingeschränkten Biegeradien seitlich über die Schenkel nachteilig sein. Hier kann durch Brechen der Verbindungsstege Abhilfe geschaffen werden. In der Folge kann eine „unruhige“ Optik des Profilstranges entstehen. In den meisten technischen Anwendungen ist die Optik jedoch irrelevant.
Ob Draht- oder Stahlklemmband hängt also hauptsächlich von der jeweiligen Einbausituation und der gewünschten Optik ab.
 
 
Kantenschutzprofile
 
 
Verschiedenste Kriterien müssen berücksichtigt werden
Bei der Wahl des Materials spielen ganz unterschiedliche Kriterien eine Rolle: Guter Schutz gegen Ozon, Witterung, Alterung und UV-Strahlung. Zudem sollte man klären, ob die Kantenschutzprofile beständig sein sollten gegenüber Säuren, Basen und Alkohol. Kommen sie mit pflanzlichen, tierischen und mineralischen Ölen und Fetten in Berührung, hat dies auf die Auswahl ebenfalls einen Einfluss.
Je nach den verwendeten Materialien verfügen die Kantenschutzprofile über eine sehr hohe Isolationsfestigkeit. Sie können sehr geruchs- und geschmacksneutral sein. Ein weiteres Kriterium bei der Auswahl des Schutzprofils sind auch die Brandklasse sowie die entsprechende Hitzebeständigkeit. Auf der anderen Seite kann das Bedürfnis nach einem Schutzprofil gegeben sein, welches eine hohe Kältebeständigkeit aufweisen muss. Wird das Schutzprofil im Gesundheitsbereich verwendet, kann auch eine Beständigkeit gegen Strahlungen (Radioaktivität und Röntgen) erforderlich sein.
 
Kantenschutzprofile mit Metallband
Um die Stabilität zu gewährleisten, sind Kantenschutzprofile mit eingebettetem Metallband lieferbar. Dabei wird rostfreier Edelstahl verwendet. Für extreme Beanspruchung sind besondere Elastomer-Mischungen erforderlich.